Adam-Stegerwald-Kreis wählte neuen Vorstand
Zellingen (Kreis Main-Spessart). Christlich-soziale Arbeitnehmervertreter aus
Verbänden und Gewerkschaften zusammenfassen will der Adam-Stegerwald-Kreis (ASK). Mit
dieser neuen Zielsetzung nahm der gemeinnützige Verein bei seiner Mitgliederversammlung
am Mittwochabend in Zellingen wegen stark gekürzter Zuschüsse Abschied von der
bisherigen Haupttätigkeit der politischen Bildungsarbeit.
Zum neuen ASK-Vorsitzenden wurde der frühere Bundestagsabgeordnete Peter Keller
(Zellingen) gewählt. Sein Stellvertreter ist der bisherige Vorsitzende Albert Vogel
(Lohr). Schriftführer wurde Otto Schulz (Würzburg), Pressewart Thomas Josef Möhler
(Lohr), Beisitzer Peter Lehmann (Niederwerrn) und Kurt Adelmann (Veitshöchheim),
Kassenprüfer Eberhard Fuchs (Estenfeld) und Reiner Wohlfart (Würzburg). Benannt ist der
Verein nach dem in Greußenheim bei Würzburg geborenen Politiker und Gewerkschafter Adam
Stegerwald (1874 bis 1945), der nach dem Zweiten Weltkrieg erster Regierungspräsident von
Unterfranken war. Es gelte, das Erbe Stegerwalds wach zu halten und in die heutige Zeit
hinüberzutragen, erklärte Keller. Stegerwalds Vision für die Gleichstellung der
Arbeitnehmer in Staat, Gesellschaft und Kirche müsse heute Ansporn sein für eine Vision
der Menschenrechte und sozialen Gerechtigkeit auf europäischer und internationaler Ebene.
Das weltwirtschaftliche Gefälle erfordere die Einhaltung sozialer Mindeststandards und
eine Kultur für weltweite Solidarität. Mitte Dezember will der ASK an den 130.
Geburtstag des Namensgebers erinnern. Im kommenden Jahr stehen zwei weitere Jubiläen an:
Im Oktober jährt sich die Wiedergründung der christlichen Gewerkschaften zum 50. Mal, am
3. Dezember 2005 ist der 60. Todestag Stegerwalds. tjm
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